Fallbeispiele von Menschen mit Überlastungssymptomen

Hier ein kleiner Auszug aus den Erfahrungen unserer Beraterpraxis zum Thema Überlastungssymptome:

Symptom Bauchspeichelentzündung: Ein 52-jähriger Herr klagte darüber, dass er bereits seit längerer Zeit starke Bauchspeichelbeschwerden hätte und die Ärzte nicht wirklich einen Grund dafür fänden. Er teilte mir auch mit, dass seine Frau vor zwei Jahren unerwartet verstorben sei und er vorher nie irgendwelche Beschwerden gehabt hätte.

Bei der Begleitung stellte sich heraus, dass er den plötzlichen Tod seiner Gattin (sie lag am Morgen mit offenen Augen tot neben ihm im Bett) noch nicht verarbeitet hatte und in ihm eine große Sehnsucht bestand seiner Frau nachzufolgen. Als Lösung stellte sich heraus, dass es sehr sinnvoll wäre, sich in eine konstruktive Trauerarbeit zu begeben, um die Partnerin gut verabschieden zu können, was ihm auch in den nächsten Monaten gelang. Nach nunmehr einem Jahr sind die Beschwerden ohne weitere Behandlungen komplett verschwunden und er erfreut sich wieder am Leben.

Symptom Kreuzbeschwerden: Ein 48-jähriger Mann klagte über massive Kreuzbeschwerden, die dazu geführt hatten, dass er knapp vor einer Operation stand und bereits Lähmungserscheinungen im linken Fuß verspürte. Er führte dies auf seine Sorgen, seine Arbeit nicht mehr zufriedenstellend erledigen zu können, zurück.

Bei der Begleitung stellte sich heraus, dass er vor zwei Jahren unfreiwillig eine sehr verantwortungsvolle Führungsposition in einem Verein übernommen hatte, da es damals keinen Ersatz für einen plötzlich verstorbenen Kollegen gab und er, obwohl er innerlich „nein“ sagte, dieses Ehrenamt übernahm. Dies verursachte in ihm große Konflikte und war der Grund für die dauernde Anspannung, die sich natürlich auf die Wirbelsäule auswirkte. Das Bewusstsein, dass 14 Tage später eine Neuwahl ins Haus stand und er keinerlei Ahnung hatte, wie er seinen Kollegen erklären sollte, dass er diese Funktion nicht mehr weitermachen wolle, verstärkte den Druck auf ihn zusätzlich. Nachdem er das verinnerlicht hatte, entschied er sich zur Rücklegung der Funktion und erzählte mir beim nächsten Termin, dass bereits bei der Nachhausefahrt der Vollversammlung die Lähmungserscheinungen im linken Fuß verschwanden und auch die Operation nicht mehr notwendig war. Er ist bis heute beschwerdefrei.

Symptom Stress: Ein Unternehmer kam zu uns und klagte, dass er unter großem Stress leide, dies hauptsächlich dadurch, da er im Moment 7 Projekte verfolgen würde und nicht wirklich wisse, wohin er seinen Schwerpunkt legen solle.

Damit er bei der Begleitung seine Entscheidung nicht unbewusst beeinflussen konnte, wählten wir eine verdeckte Aufstellung mit Figuren auf einem „Coachingbrett“, d.h. wir ordneten jedem Projekt eine Zahl zu und keiner wusste, welche Person für welches Projekt stand. Bei der Aufstellung selber stellte sich heraus, dass drei Projekte sehr gut in Harmonie zueinander standen, zwei Projekte sich absolut nicht wohl fühlten und bei den restlichen Projekten die Aussagen „Wir warten noch! Wir haben noch Zeit!“ zu hören waren. Als wir uns mit den drei Projekten, die in guter Harmonie zueinander standen, weiter beschäftigten, entwickelten diese eine ausgezeichnete Lösung für die Zukunft, zumindest teilte der Unternehmer uns mit, dass er sehr zufrieden wäre. Bei einem Nachgespräch nach vier Wochen bestätigte sich diese Aussage.

Symptom Allergie: Eine 34-jährige Frau mit vielen Allergien, die besonders im Frühjahr als sehr belastend erlebt wurden, erzählte uns, dass sie viele Geschwister habe, aber dauernd das Gefühl hätte, nicht dazuzugehören.

Sie war das vierte Kind und erste Mädchen und somit der Liebling des Vaters. Da die Beziehung der Eltern schon lange nicht mehr funktionierte, gab der Vater die ganze Liebe seiner Tochter, was zu einem unbewussten Konkurrenzkampf mit der Mutter führte. Erst jetzt fiel es ihr, wie Schuppen von den Augen, dass die Allergien ein Ausdruck ihrer Wut auf die Mutter waren, die auch sie als Konkurrentin erlebte. Schön war zu erleben, als die Klientin mir bei einem kürzlich geführten Gespräch mitteilte, dass sie zwar noch längere Zeit gebraucht habe, das Gefühl der Achtung ihren Eltern (besonders der Mutter) gegenüber zu verinnerlichen, aber sie insgesamt die Entwicklung als sehr heilsam erleben würde.

Symptom Übergewicht: Eine Frau mit 45 Jahren kam mit langjährigem Übergewicht zu uns und erzählte uns, dass sie es trotz zahlreicher Versuche nicht schaffe abzunehmen. Jeden Abend würde sie nach wahren Fressattacken völlig vollgestopft ins Bett gehen.

Bei der Befragung ihrer Familiensituation schien alles normal und lediglich von der Seite des Großvaters hat es einmal einen Selbstmord gegeben. Ich richtete meine Aufmerksamkeit vorerst auf dieses Thema. Bei genauer Betrachtung stellte sich aber heraus, dass dies nicht relevant war, aber trotzdem irgendetwas fehlen würde. Erst in diesem Moment berichtete sie weinend, dass sie mit 17 Jahren auf Drängen ihres damaligen Freundes eine Abtreibung vorgenommen hatte, aber der Meinung war, dass dies lange schon aufgearbeitet wäre. Nachdem wir dieses Kind (symbolisch) ins Leben ließen (sie hatte in der Zwischenzeit drei weitere), wurde eine große Erleichterung spürbar und sie merkte, dass sie das Thema zwar kopfmäßig schon lange erledigt hatte, aber im Herzen das Kind noch voll präsent war. Sie hatte bislang die Sehnsucht nach diesem Kind mit Fressattacken auszugleichen versucht. Bereits unmittelbar nach dem Prozess bemerkte sie, dass es ihr wesentlich früher auffiel, wenn sie in ihre alten Gewohnheiten zurückfiel. Zwei Monate später ließen die Fressattacken deutlich nach und mittlerweile hat sie, ohne fremdes Zutun, mehr als 15 kg abgenommen.

Fazit:
Viele weitere Beispiele könnte ich bringen, jeder Fall ist für sich einzigartig und das macht die Arbeit sehr interessant. Häufig stelle ich fest, dass bei meinen Begleitungen – egal ob privater oder firmenmäßiger Natur - langjährige Probleme und Konflikte sichtbar und somit aufgelöst werden.

 
 
 
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