Fallbeispiele von Klienten

Nachstehend einige Fallbeispiele von Klienten, die nach dem Lesen des Buches eine Coaching-Begleitung in Anspruch genommen haben:

62-jähriger Mann mit Herzbeschwerden

Auf Empfehlung eines Freundes hatte ein 62-jähriger Marketingleiter eines großen Unternehmens mein Buch gelesen und einen Termin mit mir vereinbart. Er fühlte sich durch viele Konflikte mit seiner Frau sehr belastet. Beim Erstgespräch klagte er mir sein Leid und das Unverständnis seiner Frau ihm gegenüber. Dabei fiel mir auf, dass er immer wieder erwähnte, dass er auf Grund des Ärgers schon mehrmals Herzattacken erlitten hatte, die Ärzte aber keine Ursache fänden. Da er auf seine Herzbeschwerden nicht näher einging, ich aber merkte, dass möglicherweise die unbewusste Angst, die mit diesen Herzattacken zusammenhing, der Grund seiner Gereiztheit war, stellte ich ihm am Ende des Gesprächs die konkrete Frage: „Wenn ich mit Ihrem Herz sprechen könnte, was würde sich dieses am meisten von Ihnen wünschen?“ Wie aus der Pistole geschossen, kam die Antwort: „Frieden!“ – Nun waren wir beim Kern der Sache.

Es stellte sich heraus, dass er seit über 10 Jahren in einem sehr belastenden Konflikt mit seiner Schwester stand und dies eigentlich der Hauptgrund seiner Gereiztheit und Unruhe war. Als wir uns bei den folgenden drei Terminen intensiv mit diesem Thema auseinandersetzten und er für sich sehr wohltuende Versöhnungswege fand, verbesserten sich nicht nur seine Herzbeschwerden sondern auch das Miteinander mit seiner Frau.

Gut erinnere ich mich an seinen Anruf kurz vor Weihnachten, als er mir erzählte, dass er sich nach langer Zeit erstmalig wieder persönlich mit seiner Schwester getroffen hat.

 

53-jähriger Mann mit Beschwerden der Bauchspeicheldrüse

Dieser Mann wurde durch meine Informationen im Buch, dass viele Männer, wenn sie ihre Gefühle unterdrücken mit körperlichen Beschwerden reagieren, sensibilisiert. Er hatte schon seit längerer Zeit Probleme mit seiner Bauchspeicheldrüse und trotz vieler Arztbesuche konnte keine eindeutige Diagnose gestellt werden, warum ihn diese immer wieder mit Entzündungen konfrontierte.

Beim Erstgespräch teilte er mir beiläufig mit, dass er grundsätzlich das Gefühl hätte, dass es ihm gar nicht so schlecht ginge, aber er seit 12 Jahren eine Partnerin suchen und dies nicht so richtig funktionieren würde. Auf meine Frage, ob er schon einmal eine längere fixe Partnerschaft gehabt hätte, erklärte er mir, dass er lange verheiratet war, aber seine Frau vor 12 Jahren ganz überraschend verloren hätte, da diese in der Nacht von ihm unbemerkt an einem Schlaganfall gestorben war. Er teilte mir mit, dass ihm nach dieser langen Zeit immer noch das Bild, wie er sie in der Früh tot neben sich gefunden hatte, unterkam. Es steckte noch immer eine gewisse Wut in ihm, weil sie ihn ohne irgendeinen Abschied in dieser Art verlassen hatte.

Da ich einen Zusammenhang seiner Beschwerden mit dem Tod seiner Frau vermutet habe, holte ich mir von ihm die Erlaubnis, dass wir uns mit diesem Thema näher beschäftigen. Tatsächlich erkannte er, dass – obwohl der Tod seiner Frau schon so lange zurücklag – er den Trauer- und Verabschiedungsprozess nie gegangen und die Sehnsucht zu ihr noch sehr groß war. Alles deutete darauf hin, dass seine Probleme mit der Bauchspeicheldrüse damit zusammen hingen. Der sehnsüchtige Anteil seine Frau „wieder zu sehen" sorgte für die lebensbedrohlichen Symptome.

Meine Vermutung gab mir recht, da der Mann nach einem intensiven Abschiedsprozess bereits nach drei Monaten von einer wesentlichen Verbesserung seiner Befindlichkeit erzählte und zusätzlich das erste Mal das Gefühl hatte, sich wieder richtig frei zu fühlen.

Nach einem halben Jahr konnte er abends bereits wieder sein geliebtes Achtel Rotwein trinken, ohne mit weiteren Beschwerden seiner Bauchspeicheldrüse konfrontiert zu werden.

 

34-jähriger Unternehmersohn mit Schluckbeschwerden

Ein sehr sportlicher junger Mann rief mich nach einem Seminar, dass er bei mir besucht hatte, an, um mir mitzuteilen, dass er schon längere Zeit regelmäßig einen starken Brechreiz hätte, der trotz mehrmaliger Arztbesuche und Einnahme von diversen Tabletten nicht wirklich besser werden würde.

Bei der Begleitung stellte sich heraus, dass er einen sehr hohen Anspruch an sich besaß und seine Devise „Der Kunde muss mindestens zu 120 % zufrieden sein!“ von seinem Vater übernommen hatte. Bei der längeren Selbstbeobachtung stellte er fest, dass seine Beschwerden vor dem Wochenende oder an Feiertagen wesentlich weniger waren, aber besonders am Sonntagabend vor dem Beginn der neuen Arbeitswoche der Brechreiz am stärksten auftrat. Er erkannte, dass die seelische Anspannung und Angst vor der Überforderung sich körperlich fatal auf ihn auswirkte, da die verspannte Muskulatur auf seine Magenwand drückte und dadurch den Brechreiz auslöste. Diese Vermutung bestätigte sich, als wir den vom Vater übernommenen Glaubenssatz insofern abänderten, indem der Sohn entschied „Vater wollte es zu 120 % richtig machen, bei mir reichen ab sofort 90 % Kundenzufriedenheit!“. Diesen geänderten Glaubenssatz begann er zu verinnerlichen und tatsächlich verbesserte sich sein Gesundheitszustand sehr schnell. Bereits nach zwei Monaten berichtete er über eine fast vollkommene Beschwerdefreiheit.

 
 
 
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